Hexenhatz – Der Start

736634_395894187163429_215488785_oIch begleite während der nächsten Monate 18 Tänzer, die Choreographin, viele Musiker und eine Schauspielerin bei Ihrer Arbeit vom ersten Gespräch bis hin zur Premiere von Hexenhatz. Meine Idee ist simpel (und eigentlich fehlender Zeit geschuldet):
Ich lasse die Teilnehmer selbst berichten auf den Plattformen auf denen sie sich bereits bewegen und möchte alles so automatisch wie möglich an einer Stelle zusammefliessen lassen, aus der dann wiederum die verschiedenen Publicity-Kanäle mit Content bespielt werden können. Mein Hub ist Tumblr (noch in Beta-Version). Dorthin fliessen via IFTTT alle Instagrams und Tweets, welche mit #hexenhatz versehen sind. Mit dieser Grundeinstellung kann also auch das Publikum Content generieren und einfliessen lassen. In der Facebook Gruppe des Balletts können dann den gut 1.000 “Freunden” des Balletts gezielt Inhalte vorgestellt werden. Diese Social Media Begleitung entsteht nebenher. Ich werde das Konzept und die Einstellungen während der nächsten Monate immer wieder anpassen und verfeinern. Was genau geschehen wird, kann ich noch nicht genau sagen. Ich hoffe, dass wir viele einzelne Stimmen hören werden, und dass diese Stimmen mit der Zeit einen roten Facen bilden , der sich durch die Produktion zieht. Ich konzentriere mich hier ganz auf etwas, dass ich Participant Generated Content nenne. Nicht ein aussenstehender Komunikations- oder Social Media Beauftragter fotografiert, textet und beschreibt was geschieht, nein: die Teilnehmer selbst berichten von ihrer ganz subjektiven Sicht mit ihrem eigenen Filter und teilen mit dem Publikum nur dass mit, was sie auch teilen wollen. Warum ich glaube, dass dies möglich sein wird?
Ich arbeite hier mit einem jungen Team von Tänzern, allesamt Digital Natives. Eine neue Generation von Künstlern, die ganz selbstverständlich über ihren Alltag im Probenraum spricht, mit ihren Freunden auf der ganzen Welt. Via Social Media. Dies möchte ich nutzen.
Und noch eine andere Ressource möchte ich “anzapfen”. Die unerschöpflichste Ressource im Theater: Die Menschen und ihre Kreativität. Wenn es gelingt, die einzelnen Teilnehmer einer Produktion, also auch die Mitarbeiter von Bühne, Technik, Musik und Ton zu Content Produzenten zu machen, die direkt und ungeschminkt über ihre Arbeit berichten, dann ergibt dies einen spannenden Einblick nicht nur ins Ballett, sondern in das ganze Theater.

In den nächsten Wochen werde ich weiter von meinen Anstrengungen berichten und mich damit ebenfalls zu einem Generator von Participant Content machen. Ich berichte nicht über die Arbeit anderer, sondern direkt über meine und werde dies mit dem entsprechenden Zielpublikum teilen. Ich werde über die technischen Aspekte schreiben (Twitter->RSS->Feedburner->Yahoo Pipes->IFTTT->Tumblr…), hoffen, dass Twitter RSS noch nicht so schnell abstellt und auch erzählen, was nicht so gut läuft. Da ich dieses Projekt freiwillig und nahezu unentgeltlich betreue, kann ich ungeschminkt Insights geben und hoffen, dass meine Erfahrungen auch für Andere hilf-und lehrreich sein können.

Ich bin gespannt!